rund um den Handschutz

Informieren Sie sich über Materialien, Ausführungen, Normen und Piktogramme im Bereich Handschutz:

Serino® PU – technisches Synthetikleder, glatt oder strukturiert

Der Hersteller Guide AB suchte hartnäckig nach dem ultimativen Material für moderne Arbeitshandschuhe. Das Ziel war klar: Es sollten Schutzhandschuhe hergestellt werden, die weicher, dünner und strapazierfähiger sind als der klassische Lederhandschuh. Das sollte sich als schwierig darstellen. In Südkorea wird seit den 90er Jahren das Material für die besten Basketbälle hergestellt. Mit dieser einzigartigen Kompetenz und der Erfahrung aus vielen Produktionsjahren wird in dieser Fabrik auch das weiche aber besonders strapazierfähige Material Serino® hergestellt. Damit konnte die neueste Ergänzung des Guide®-Sortiments entwickelt und im Markt vorgestellt werden. Sie haben vorerst die Wahl zwischen 11 hochqualitativen Serino® Schutzhandschuhen.

Diese Schutzhandschuhe werden in Handarbeit und mit Sorgfalt auf jedes Detail hergestellt. Aber am allerwichtigsten ist die Griffigkeit, welche alle Modelle aus dem weichen, dünnen und langlebigen Serino® auszeichnet.

  • Optimaler Sitz: Das eng anliegende Stretchbündchen an der Stulpe sorgt für einen festen und stabilen Sitz ohne dass das Klettband den Handschuhträger beeinträchtigt.
  • Smartes Design: Die nach innen gelegten Nähte bieten besten Komfort und eine lange Haltbarkeit. Das Innenhandmaterial ist hochgezogen bis zum Handrückenmaterial.
  • Elastischer Handrücken: Das strapazierfähige und elastische Spandex®-Material mit dem 4-Wege-Stretch machen die Schutzhandschuhe sowohl formstabil als auch flexibel.
  • Textile Besätze am Handrücken: Für zusätzlichen Komfort und Flexibilität sorgen die dünnen und dehnbaren Nylon-Einsätze im Fingerbereich.
  • 3-dimensionale Form: Wasserdichtes Kunstleder schützt die Fingerinnenseiten.
  • Ergonomischer Daumen: Der speziell genähte und eingesetzte Daumen unterstützt das spannungsfreie Greifen der ganzen Hand.
  • Daumen- und Spitzenschutz: Die mit Serino® verstärkten Zeigefinger, Daumen und Fingerspitzen schützen zusätzlich vor mechanischen Einwirkungen und erhöhen die Haltbarkeit.
  • Höchste Qualität: Das Serino® Synthetikleder bietet ausgezeichnete Griffigkeit und hohe Beständigkeit gegen mechanischen Verschleiß.
  • Aus einem Stück: Die integrierte Serino® Handfläche wird komplett ohne Nähte gefertigt und reicht bis zur Stulpe im Handgelenk.

amara® – technisches Synthetikleder

Handschuhe aus amara® sind dem Clarino® PU-Material sehr ähnlich. Das Material ist jedoch etwas weniger abriebfest. Der Preis für diese Handschuhe ist deutlich niedriger. Handschuhe aus amara® bieten durch die Waschbarkeit bei 40°C eine gute Alternative zu einfachen Rind- oder Schweinsleder-Handschuhen.


Chamude® – technisches Synthetikleder

Hergestellt aus extrem dünner Mikrofaser, lediglich so dick wie 1/1000stel des menschlichen Haares. Die Struktur besteht aus Mikrofaserbündeln, die in winzige Poren eines Schwammgewebes eingebettet sind. Chamude® Schutzhandschuhe gleichen in der Optik und Haptik dem Nubukleder, sind atmungsaktiv, waschbar, bieten eine hohe Lebensdauer und Permeabilität sowie einen hervorragenden Tragekomfort. Die hohe Abriebfestigkeit in Verbindung mit guter Atmungsaktivität geben dem Material Allround-Eigenschaften. Zudem ist das Material extrem hautfreundlich!


PES/PU (50/50) – technisches Synthetikleder, genäht oder geprägt

Diese Schutzhandschuhe entsprechen in der Grundlage den GOLF VERDE® PU Produkten, jedoch mit dickerem PU auf dem Trägergewebe. Die Handschuhpassform fällt weiter aus. Diese Modelle sind für Montage, Mechanik und Allroundarbeiten einsetzbar.


Nylon/PU – technisches Synthetikleder, genäht

Das Handschuhmaterial wird in Bahnenware gefertigt, geschnitten und vernäht. Die Bauart ist Standard-Lederhandschuhen entsprechend, jedoch strapazierfähiger, nässeresistent, chromfrei und waschbar.


Mikrofaser

Mikrofaser-Garne sind extrem fein und besonders leicht. Zur Fadenherstellung werden extrem viele feine Fasern benötigt, hierdurch ergibt sich eine höhere Fadenoberfläche. Das zu Synthetikleder verarbeitete Mikrofasermaterial ist in der Oberfläche sehr abriebfest und bildet keine Fusseln, Mikrofaser bietet eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit (Atmungsaktivität) und ist gleichzeitig sehr hautfreundlich. Es nimmt jedoch Nässe sehr schnell auf, wird aber im Gegensatz zu Leder dadurch nicht brüchig. Schutzhandschuhe aus Mikrofaser sind z.B. für Allergiker geeignet!


Golf Verde® PU – technisches Synthetikleder

Das Material der GOLF VERDE® PU Schutzhandschuhe ist extrem dünn, strapazierfähig und hat eine sehr gute, eng anliegende Passform sowie eine ausgezeichnete Atmungsaktivität. Der gute Griff, extreme Feinfühligkeit, die Abriebfestigkeit sowie die bedingte Schnittfestigkeit sind in der Verwendung als Montagehandschuh besonders wichtig. Auch in der Lebensdauer ist der Schutzhandschuh aus Golf Verde® PU dem Lederhandschuh überlegen.

  • Golf Verde® PU wird auf Nylon-Trikot verarbeitet.
  • Golf Verde® PU Handschuhe haben eine besonders ergonomische Form und bieten bestmöglichen Tragekomfort.
  • Golf Verde® PU Handschuhe sind atmungsaktiv, chromfrei und bei 40°C waschbar.

Ein lang bewährtes und zuverlässiges Naturprodukt im Bereich Handschutz ist der Lederhandschuh. Als Lederschicht von der Ziege, dem Schwein oder dem Rind bietet es sehr gute Eigenschaften und eignet sich somit hervorragend für die Herstellung von Arbeits- oder Schutzhandschuhen.

Neben seiner Langlebigkeit und Robustheit, wird Leder durch eine längere Tragezeit weicher und passt sich der Hand an, somit bieten Lederhandschuhe einen optimalen Tragekomfort.

Vom starken Rindkernspaltlederhandschuh, weichem Rindvolllederhandschuh bis hin zum klassischem Schweinslederhandschuh, bieten wir Ihnen ein umfangreiches Produktprogramm im Bereich Arbeits- oder Schutzhandschuhe aus Voll- oder Spaltleder.

Abgesehen von unterschiedlichen Qualitäten, Lederstärken und Größen bieten wir Ihnen auch ein spezielles Lederhandschuhprogramm mit Doppeltnaht, Fütterung oder Verstärkung. In diesen Kategorien finden Sie Arbeitshandschuhe aus Schweins- und Rindleder für Einsatzgebiete mit mechanischer Belastung. Nappaleder-Handschuhe und Schweißerhandschuhe finden Sie in der entsprechenden Kategorie.

Vor der Verarbeitung werden die gegerbten Tierhäute in mehreren Lagen gespalten. Die obere Schicht ist das Vollleder, die unteren Schichten sind die Spaltleder-Varianten.


Vollleder

Die Haarseite (Oberseite) des Leders (Rind oder Schwein) besitzt eine glatte Struktur. Handschuhe aus Narbenleder sind abweisender gegen Öle und Fette sowie Wasser. Wegen der festen Faserstruktur der Oberfläche ist sie schnittempfindlicher als das Spaltleder.


Spaltleder

Gewonnen aus den inneren Lagen (Unterseite) der Tierhaut (Rind oder Schwein). Aufgrund seiner rauen und faserigen Struktur bietet das Spaltleder sehr viel Grip. Zusätzlich erhöht die Faserstruktur die Schnittfestigkeit. Durch die hohe Feuchtigkeitsaufnahme von Spaltleder empfiehlt sich der Einsatz eher in Trockenbereichen. Die Hitzeschutzwirkung ist höher als beim Narbenleder. Spaltleder gibt es in unterschiedlichen Stärken. Leder aus der innersten Lage der Tierhaut, auch als Kernspaltleder bezeichnet, ist besonders robust und widerstandsfähig – besonders bei groben Tätigkeiten.


Nappaleder

Sie suchen weiche, flexible Lederhandschuhe die viel Feingefühl bieten? In diesem Fall Nappaleder-Handschuhe genau die richtigen Arbeitshandschuhe. Diese eignen sich hervorragend als Mechaniker und Montagehandschuhe, oder als dünne Schweißerhandschuhe.

Nappaleder, ein Naturprodukt von der Ziege, bietet aufgrund seiner geringen Lederstärke beim Montieren oder Schweißen viel Feingefühl in den Fingerspitzen. Sie sind sehr flexibel und werden über eine längere Tragezeit immer weicher und passen sich der Hand immer besser an. Im Bereich der Arbeitsschutzhandschuhe bieten sie seit langen Jahren Schutz am Arbeitsplatz und überzeugen durch ihre geringe Materialstärke.

Aufgrund der geringen Materialstärke eignen sich Nappaleder-Schweißerhandschuhe perfekt für das Argonschweißen. Gerade bei diesen Schweißarbeiten wird viel Fingerspitzengefühl verlangt, hier sind Nappaleder Schweißerhandschuhe ein feinfühliger Partner.

Je nach Modelltyp verfügen Nappaleder-Schutzhandschuhe über einen Handrücken aus Baumwolle, Nylon-, Spaltleder oder Vollleder. Die Art des Handrückens wird bestimmt durch die mechanische Belastung, thermische Einflüsse sowie den Tragekomfort des Nappaleder-Schutzhandschuhs.

Lederschichtel (als Einsatz an den Fingerseiten) können die Standzeiten der Nappaleder-Schutzhandschuhe erhöhen. Die hierdurch erzielte 3-dimensionale Passform verbessert den Tragekomfort erheblich. Nappaleder-Handschuhe sind entweder mit gesäumten Bundabschluss, Strickbund oder kurzer Stulpe sowie mit oder ohne Klettverschluss erhältlich.

Bei verschiedenen Modellen in unserem Sortiment werden die Nähte mit einem Kevlar® Garn genäht, diese Modelle sind robuster und standfester.

Immer öfter kommen Schutzhandschuhe aus Nappaleder mit einem Schnittschutzliner zum Einsatz. Diese Handschuhe verfügen über ein Schnittschutzgewebe im Handschuhinneren aus Kevlar®- oder HDPE-Garn. Weiter ist ein Modell in unserem Programm, welches den Handschuhträger zusätzlich vor Kontakthitze schützt.

Handschuhmaterial Polyurethan (PU)

PU Handschuhe werden hauptsächlich aus flexiblen und bequemen Nylon- oder Polyester-Strick hergestellt, welches mit Polyurethan (PU) beschichtet wird. Je nach Modell werden die Liner in der Handinnenfläche und den Fingerkuppen oder nur an den Fingerkuppen beschichtet.

Diese Schutzhandschuhe bieten auf Grund der dünnen Polyurethanbeschichtung einen hervorragenden Schutz für die Hand bei zugleich guter Atmungsaktivität, gutem Fingerspitzengefühl sowie guter Griffigkeit und Abriebfestigkeit. Modelle mit weißer PU-Beschichtung bieten zusätzlich Schutz vor produktübergreifender Verschmutzung.

Zusätzlich gibt es Soft-PU-Handschuhe mit einem extrem dünnen und besonders flexiblen Nylonliner, mit 15er oder 18er Gauge. Diese Modelle überzeugen durch ihre perfekte Passform und dem damit verbundenen exzellenten Tragekomfort. Dem Träger wird das Gefühl gegeben, er trage eine zweite Haut.

Auch PU-beschichtete Schutzhandschuhe mit Touchscreen-Funktion (zur Bedienung von Geräten mit Touchscreen-Oberflächen ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen) sind in unserem Produktprogramm enthalten.

In unserem Handschuhprogramm finden Sie auch ESD-Handschuhe mit PU-Beschichtung, einfach zu erkennen am ESD-Symbol.

Auch PU-beschichtete Schutzhandschuhe mit Touchscreen-Funktion (zur Bedienung von Geräten mit Touchscreen-Oberflächen ohne die Handschuhe ausziehen zu müssen) sind in unserem Produktprogramm enthalten.

Immer häufiger zum Einsatz kommen auch PU Schnittschutzhandschuhe. Bei diesen wird statt eines Nylonliners ein schnitthemmender Liner verwendet, welcher aus einer stärkeren und robusteren Faser hergestellt wird wie beispielsweise der HPPE-, Keramikoder Dyneema®-Diamond-Faser. Neben Schmutz und Staub schützen diese Arbeitshandschuhe auch vor leichten bis höchste Schnittgefahren sowie vor mechanischen Risiken.

Handschuhmaterial Nitril/Nitrilschaum

Nitrilkautschuk ist ein synthetischer Kautschuk. Dieses Material zeichnet sich durch seine hohe chemische Beständigkeit und durch seine gummiähnlichen Eigenschaften aus. Es eignet sich hervorragend für die Herstellung von Schutzhandschuhen. Nitril-Handschuhe sind sehr resistent gegen mechanische Beanspruchungen, bieten eine hohe Abriebfestigkeit sowie einen großen Schutz vor Chemikalien, Lösungsmitteln, Ölen und Fetten.

Nitril-Handschuhe unterscheiden sich auch in den Linern: Rundgestrickte Liner gewähren aufgrund der nicht vorhandenen Nähte oftmals einen besseren Tragekomfort, genähte Liner besitzen häufig einen höheren Anteil an Baumwolle und sind hierdurch auf der Haut angenehm zu tragen. Auch die jeweilige Beschichtungstiefe spielt eine große Rolle. Nitril-Handschuhe sind mit Stulpe oder Strickbund ausgestattet.

Der Einsatzbereich bestimmt die zu wählende Beschichtungsart: Man unterscheidet zwischen einer glatten und einer mikroporös geschäumten Beschichtung. Glatte Nitrilbeschichtungen sind dicht und bieten somit guten Schutz gegen Flüssigkeiten wie Öle oder Fette. Geschäumte Beschichtungen sind hingegen atmungsaktiv, flexibel, bequem und lassen jedoch Flüssigkeiten bedingt durch. Zusätzlich federn Nitrilschaumbeschichtungen Stöße besser ab. Durch ihre exzellenten Eigenschaften werden Nitrilschaum Handschuhe immer häufiger als Schutzhandschuhe mit Allroundeigenschaften eingesetzt.

Grundsätzlich eignen sich Nitril-Handschuhe hervorragend für den Umgang mit öligen, fettigen und leicht warmen Gegenständen. Im Gegensatz zu PU- oder Latex-Handschuhen bieten sie hier ausreichende Griffsicherheit, auch wenn diese mit Öl oder Fett in Kontakt kommen. Trotz ihrer Robustheit und Strapazierfähigkeit sind Nitril-Handschuhe flexibel und weich. Im Umgang mit Wasser hingegen werden glatte Schutzhandschuhe aus Nitril seifig und gewähren nur bedingt Halt. Mikroporös geschäumtes Nitril bietet auch bei nassen und leicht öligen Oberflächen beste Griffigkeit.

Der vorwiegende Teil unserer Nitril-Handschuhe hat einen Liner aus einer Nylon- oder Baumwoll-Faser mit einer der genannten Nitrilbeschichtungen. Das Handschuhinnere bietet einen guten Tragekomfort während die Handschuhaußenseite für einen geeigneten Schutz sorgt. Je nach mechanischer Belastung wählt man Nitrilhandschuhe mit einer dicken oder dünnen Beschichtung. Für besonders grobe Arbeiten empfehlen wir Nitrilhandschuhe mit einer dicken Nitrilbeschichtung, die genügend Robustheit gewährt, für trockene oder leicht ölige Montage- oder Präzisionsarbeiten einen Nitrilschaum Handschuh. Für Arbeiten mit Flüssigkeiten eigenen sich dünne, doppelt beschichtete Nitril-Handschuhe.

Speziell im Produktbereich der gelb und blau beschichteten Nitril-Handschuhe gilt, nicht alle glatten Nitril-Handschuhe sind miteinander vergleichbar. Äußerlich unterscheidet sich die Mehrzahl dieser Nitrilhandschuhe nur gering. Betrachtet man die einzelnen Modelle jedoch im Detail, gibt es im Anwendungsfall starke Unterschiede in den Belastbarkeiten der Beschichtungen. Dies liegt an der Menge des reinen Nitrilgehalts in der flüssigen Masse, welche für die Nitril Beschichtung eingesetzt wird. Umso höher der reine Nitrilgehalt, desto höher die Abrieb- und Standzeiten des Handschuhs. Dies gilt für gelbe und blaue Nitril-Handschuhe.

Nitril-Handschuhe bieten oftmals eine gute Alternative zu Latex-Handschuhen, da sie bei Latexallergikern keine Hautreizung auslösen.

In unserem Handschuhprogramm finden Sie auch ESD-Schutzhandschuhe mit mikroporöser Nitrilschaumbeschichtung sowie Modelle mit Touchscreen-Funktion für die Bedienung von Geräten mit Touchscreen-Oberflächen.

Immer häufiger zum Einsatz kommen Nitril-Schnittschutzhandschuhe, diese verwenden anstatt eines Nylon- oder Baumwoll-Liners einen schnitthemmenden Liner, dieser wird aus einer stärkeren und robusteren Faser hergestellt, wie der HPPE- oder Dyneema® Diamond-Faser. Neben Schmutz, Ölen und Fetten gewähren diese Handschuhe auch mittleren und hohen Schnittschutz.

Handschuhmaterial Latex

Sie benötigen hohe Griffsicherheit in trockenen und nassen Bereichen? Dann sind unsere Latex Handschuhen mit sicherem Griff und hoher Rutschhemmung in trockenen oder nassen Einsatzgebieten die erste Wahl.

Latex basiert auf einem natürlichen Rohstoff. Diese Schutzhandschuhe zeichnen sich durch ihre extreme Elastizität, Reißfestigkeit und Dehnbarkeit aus und bieten durch ihre Flexibilität einen angenehmen Tragekomfort.

Grundsätzlich eignen sich latexbeschichtete Schutzhandschuhe hervorragend für den Umgang mit nassen und trockenen Werkstücken. Im Gegensatz zu PU- oder nitrilbeschichteten Handschuhen bieten sie ausreichend Grip bei Kontakt mit Wasser. Latexbeschichtete Arbeits- oder Schutzhandschuhe zeichnen sich besonders durch ihre Elastizität aus.

Der Einsatzort bestimmt die Art der Latexbeschichtung: Man unterscheidet zwischen schrumpfgerauter oder mikroporös geschäumter Beschichtung:

schrumpfgeraute Latexbeschichtungen
sind wasserdicht und bieten eine optimale Griffsicherheit in nassen Bereichen. Die schrumpfgeraute Oberfläche funktioniert in nassen Bereichen wie ein Autoreifenprofil – das Wasser wird nach aussen abgeleitet und gleichzeitig wird genügend Grifffläche gewährt.

mikroporös geschäumte Beschichtungen
sind atmungsaktiv, flexibel, bequem und lassen Flüssigkeiten bedingt durch. Zusätzlich federn mit Latexschaum beschichtete Handschuhe Stöße besser ab. Wir führen auch flüssigkeitsdichte Modelle mit dieser Beschichtungsart.

Der Großteil unserer latexbeschichteten Schutzhandschuhe verfügen über einen Liner aus Baumwoll-oder Nylon-Faser. Das gewährleistet einen guten Tragekomfort mit einem standfesten Schutz der Handschuhaußenseite. Je nach mechanischer Belastung wählt man Handschuhe mit einer dicken oder dünnen Latexbeschichtung. Für grobe Arbeiten empfehlen wir Latexhandschuhe mit einer dicken Latexbeschichtung, die genügend Robustheit gewährt. Für feine, leichte und trockene Montage- oder Handlingsarbeiten empfehlen wir einen Handschuh aus Latexschaum. Bei feinen und leichten Arbeiten mit Wasserkontakt eigenen sich am besten dünn beschichtete Modelle mit einer geschäumten Doppelbeschichtung.

Latex als Grundmaterial ist sehr elastisch und hierdurch sehr schnittfest, es eignet sich daher hervorragend für die Herstellung von Schnittschutzhandschuhen. Bei Latex-Schnittschutzhandschuhen wird statt eines Nylon- oder Baumwoll-Liners ein schnitthemmender Liner verwendet, welcher aus einer stärkeren und robusteren Faser hergestellt wird, wie beispielsweise Kevlar®-Garn. Abgesehen von Schmutz und Wasser schützen diese Arbeitshandschuhe auch gegen hohe Schnittgefährdungen.

Bei Latex als Naturprodukt ist zu berücksichtigen, dass es einem Alterungsprozess unterliegt. Zu lange Lagerung lässt die Handschuhe austrocknen und verbleichen. Eine lange Lagerzeit ist nicht zu empfehlen.

Bei 2 % der Bevölkerung besteht eine Latex-Allergie oder eine Vorstufe dazu. Zu beachten ist, dass Latex Handschuhe eine Allergie verursachen können. Grund hierfür sind die wasserlöslichen Eiweiße (Latexproteine), die von Natur aus in Latex vorhanden sind und durch den Kontakt mit der Haut zu einer Allergie führen können. Die Allergie zeigt sich oftmals durch Hautrötungen im Handbereich.

Für den Einsatz bei Schnittgefahren (bis zu hohen Schnittgefährdungen) sind Latexhandschuhe mit einem Kevlar®-Liner verfügbar.

Gummi- und Synthetikmaterial, welches für Schutzhandschuhe verwendet wird

Schutzhandschuhe gibt es in vielen Materialien. Die folgende Aufstellung bietet eine Übersicht der verschiedenen Materialien und deren Schutzeigenschaften. Beachten Sie, dass die Beschreibungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und nur Beispiele für das Schutzvermögen des Materials gegen einige, häufig vorkommende Chemikalien und mechanische Risiken geben.


POLYVINYLCHLORID* (PVC)

wird in Handschuhen für das Gesundheitswesen und für Haushaltshandschuhe verwendet. Wird in verschiedenen Stärken, von dünnen Einweghandschuhen bis zu stärkeren Textilhandschuhen verwendet. PVC ist eine Alternative zu Gummihandschuhen für alle, die Probleme mit Allergien haben. Kann gegen relativ ungefährliche Chemikalien wie Phosphorsäure, Wasserstoffperoxid sowie Kalium- und Natriumhydroxid eingesetzt werden. Nicht einsetzbar bei Arbeiten mit Ketonen und Lösungsmitteln.


BUTYLGUMMI* (IIR)

ein Gummimaterial, das gegen Aldehyde, (z.B. Formaldehyd), Glykolether (z.B. Ethylglykol), Ketone (z.B. Methylethylketon) und konzentrierten Säuren schützt. Butyl bietet oft Schutz, wo andere Materialien schlecht schützen. Das Material ist außerdem umweltfreundlich. Textilien werden nicht damit getaucht.


CHLOROPRENGUMMI* (CR)

ist ein elastisches und relativ strapazierfähiges Gummimaterial das gegen Batteriesäure, Phenoxisäuren, Phosphorsäure, Salzsäure sowie Natrium- und Kaliumhydroxid schützt. Auch Textilien werden darin getaucht.


LATEX/NATURGUMMI*

ist sehr elastisch, wird im Gesundheitswesen und für Arbeiten im Haushalt eingesetzt. Das Material schützt nur bedingt vor den meisten Chemikalien, kann aber gegen relativ ungefährliche Stoffe wie Wasserstoffperoxid, Lauge und Glykol eingesetzt werden. Naturgummi ist umweltfreundlich, kann aber Allergien auslösen. Nicht geeignet für Arbeiten mit Schmiermitteln und/oder Ölen und Fetten. Guter Schnittschutz.


FLUORGUMMI* (FKM)

ist ein Flurpolymermaterial, das z.B. gegen Kohlendisulfid, Methanol, Schwefelsäure, Terpentin, Toluen, I,I,I-Trichlorethan, Trichlorethylen oder Essigsäure schützt. ® ist eine Marke von Du-Pont® Dow Elastomers. Handschuhhersteller, die das Material nicht bei DuPont® kaufen, nennen das Material Fluorelastomer oder FKM.


NEOPRENE®* (CR)

ist ein elastisches und relativ strapazierfähiges Gummimaterial das gegen Batteriesäure, Phenoxisäuren, Phosphorsäure, Salzsäure sowie Natrium- und Kaliumhydroxid schützt. Auch Textilien werden darin getaucht.


NITRIL* (NBR)

ist ein Gummimaterial mit hoher Beständigkeit gegen Durchstechen. Schützt gegen aliphatische Kohlenwasserstoffe wie bleifreies Benzin, Diesel, Hexan, Photogen, Lack-Naphtha und Oktan. Schützt nur bedingt gegen aromatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Toluen. Nicht geeignet für Arbeiten mit Ketonen.


POLYETHEN* (PE)

Laminatfilm, wird für sehr dünne Einweghandschuhe eingesetzt. Schützt gegen eine begrenzte Anzahl von Chemikalien. Polyethen wird auch zur Laminierung von Handschuhen eingesetzt, die gegen eine größere Anzahl von Chemikalien schützen.


POLYVINYLALKOHOL* (PVA)

dieses Material findet besondere Verwendung zum Schutz gegen chlorierte oder aromatische Kohlenwasserstoffe.

Achtung:
Das Handschuhmaterial ist wasserlöslich! Da viele Lösungsmittel auch geringe Mengen an Wasser als Verunreinigung enthalten, ist die Verwendbarkeit eingeschränkt.


POLYURETHAN* (PU)

ist ein synthetisches Material mit sehr hoher Verschleißfestigkeit. PU schützt gegen pflanzliche sowie tierische Fette und Öle. Zählt nicht zu den Materialien für Chemieschutzhandschuhe.


VINYL*

wird für Einweghandschuhe eingesetzt. Beständig gegen einige Säuren, Laugen und Alkohole. Nicht geeignet für Arbeiten mit Ketonen oder Lösungsmitteln. Gute Abriebfestigkeit.


VITON*

ist ein Flurpolymermaterial, das z.B. gegen Kohlendisulfid, Methanol, Schwefelsäure, Terpentin, Toluen, I,I,I-Trichlorethan, Trichlorethylen oder Essigsäure schützt. ® ist eine Marke von Du-Pont® Dow Elastomers. Handschuhhersteller, die das Material nicht bei DuPont® kaufen, nennen das Material Fluorelastomer oder FKM.

* Diese Produktdaten sind nicht zur Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen geeignet.


Daran sollten Sie bei der Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen denken:

  • Ein Handschuhmaterial, das vor einer Chemikalie schützt, kann sehr schlecht gegen Chemikalienmischungen schützen.
  • Ist eine Chemikalie erst absorbiert durchdringt sie den Schutzhandschuh (Permeation).
  • Chemikalienschutzhandschuhe dürfen die vom Hersteller angegebene Verwendungsdauer nicht überschreiten.
  • Höhere Temperaturen verringern die Zeit bis die Chemikalie den Handschuh durchdringt.
  • Allgemein hat dickeres Material längere Durchbruchszeiten.
  • Permeation durch den Schutzhandschuh spielt sich auf molekularer Ebene ab und ist deshalb fürs Auge nicht sichtbar.
  • Auch der beste Handschuh schützt nicht wenn er mechanisch beschädigt wird oder Chemikalien aufgenommen hat.

Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen EN ISO 374-1:2016

Chemikalien können sowohl die persönliche Gesundheit als auch die Umwelt ernsthaft schädigen. Chemikalien mit bekannten Eigenschaften können beim Mischen zu unerwarteten Reaktionen führen. Die Norm EN ISO 374-1:2016 enthält Anweisungen, wie der Abbau und die Permeation von 18 Chemikalien getestet werden können, gibt jedoch nicht die tatsächliche Schutzdauer während der Einsatzzeit am Arbeitsplatz und die Unterschiede zwischen der reinen Chemikalie und einer Mischungen von Chemikalien wieder.

Die Norm EN ISO 374-1:2016 legt die Anforderungen an einen Handschuh zum Schutz vor gefährlichen Chemikalien und Mikroorganismen fest. Die wesentlichen Neuerungen sind:

  • Erweiterung von 12 auf 18 Prüfchemikalien
  • Wegfall des Piktogramms „Becherglas“ für wasserfeste Schutzhandschuhe mit geringem Schutz gegen chemische Gefahren
  • Typisierung in A, B oder C
  • Änderung der Kennzeichnung auf dem Produkt:
  • Piktogramm mit Erlenmeyerkolben mit Angabe der Prüfchemikalien

Permeation

Permeation ist die molekulare Durchdringung durch das Schutzhandschuhmaterial. Die Durchbruchzeit wird hier ausgewertet und die Schutzhandschuhe müssen folgende Durchbruchzeiten erfüllen:

Dichtheit EN 374-2
Typ A – 30 Minuten (Stufe 2) gegen mindestens 6 Prüfsubstanzen (EN 16523)
Typ B – 30 Minuten (Stufe 2) gegen mindestens 3 Prüfsubstanzen (EN 16523)
Typ C – 10 Minuten (Stufe 1) gegen mindestens 1 Prüfsubstanz (EN 16523)

TYPE A

   EN ISO 374-1
   Type A
   ABCDEF

TYPE B

   EN ISO 374-1
   Type B
   ABC

TYPE C

   EN ISO 374-1
   Type C

Die dritte Zeile im Piktogramm für Typ A und B gibt an, gegen welche Chemikalien in der folgenden Tabelle der Handschuh Schutz bietet. Typ C hat keine dritte Reihe und hält 1 Chemikalie nur für kurze Zeit stand.


Mikroorganismen und Viren

Diese Handschuhe müssen die Dichtheitsprüfung nach EN 374-2:2014 erfüllen. Die Möglichkeit, Schutz vor dem Virus zu beanspruchen, wurde hinzugefügt, wenn der Handschuh den ISO 16604-Test: 2004 (Methode B) besteht.

EN ISO 375-5

für Handschuhe zum Schutz vor Bakterien und Pilzen

EN ISO 375-5

VIREN

für Handschuhe zum Schutz vor Bakterien und Pilzen


Erweiterung der Prüfchemikalien:

Der Prüfkatalog lt. neuer Norm wurde erweitert:

Die Testchemikalien sind in der obenstehenden Tabelle aufgeführt. Alle 18 Chemikalien müssen gemäß EN16523-1: 2015 auf Permeation geprüft werden.

Eine Zusammenfassung der Anforderungen für verschiedene Schutzstufen ist in der obigen Tabelle aufgeführt. Jedoch kommt der Anwendungsberatung eine große Bedeutung zu. Der konkrete Schutz muss im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung der tatsächlichen Tätigkeiten an den Arbeitsplätzen und unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der Anwender beurteilt werden. Das bedeutet, die zuständigen Arbeitssicherheitsexperten müssen die konkrete Schutzleistung der Schutzhandschuhe beim Hersteller oder beim Fachhändler erfragen.


Penetration

Chemikalien können durch Löcher und andere Defekte im Handschuhmaterial eindringen. Um einen Handschuh zu sichern der als chemischer Schutzhandschuh zugelassen werden soll, darf der Handschuh bei der Prüfung nach Penetration weder Wasser noch Luft auslaufen lassen. Für alle Klassifizierungen nach EN ISO 374-1:2016 wird der Penetrationsschutz erfüllt.


Degration

Das Handschuhmaterial kann durch chemischen Kontakt negativ in den Eigenschaften beeinflusst werden. Die Schutzhandschuhe können hierbei Ihre Form verlieren und quellen, klebrig werden oder verspröden. Durch diese Materialveränderung können die Schutzhandschuhe unbrauchbar werden. Die Abbaubarkeit ist für jede Chemikalie gemäß EN374-4: 2013 zu bestimmen. Das Verschlechterungsergebnis in Prozent (%) muss in der Benutzeranweisung angegeben werden.

Hitzeschutz DIN EN 407
Handschuhe zum Schutz vor thermischen Gefahren (Wärme und Hitze)

Der Standard betrifft die Prüfung von Schutzhandschuhen gegen thermische Gefahren. Diese Gefahren bestehen vor allen Dingen aus Kontakt mit großer Hitze, verursacht durch Entflammen, Strahlung oder auf andere Weise. Die Handschuhe sollen auch gegen Spritzer von geschmolzenem Metall schützen. Handschuhe, die mit diesem Piktogramm gekennzeichnet sind, schützen gegen thermische Gefahren. Wogegen der Handschuh schützt und bis zu welcher Leistungsstufe (1-4), steht neben dem Piktogramm. Die Handschuhe sollen mindestens die Leistungsstufe 1 für Abriebfestigkeit und Weiterreißfestigkeit gemäß EN 388 erreichen.

Die Prüfung beinhaltet:

1. Zahl – Schutz vor Entzündung (Brennverhalten)
Hier wird die Zeit gemessen, die das Handschuhmaterial braucht bis es aufhört zu brennen und zu glühen, nachdem es 15 Sekunden lang einer Gasfl amme ausgesetzt war. Die höchste Leistungsstufe ist 4, was eine Nachbrennzeit von höchstens 2 Sekunden oder eine Nachglühzeit von höchstens 5 Sekunden bedeutet. Wenn die Gefahr besteht, dass der Handschuh in Kontakt mit offenem Feuer kommt, muss er die Leistungsstufe 3 erfüllen. Die Naht darf sich nach einer Beflammungszeit von 15 Sekunden im beflammten Bereich nicht öffnen.

2. Zahl – Schutz vor Kontaktwärme
Man misst die Temperatur (100–500°C), gegen die der Handschuh 15 Sekunden lang schützt, ohne dass die Innenseite mehr als 10°C wärmer wird. Die höchste Leistungsstufe ist 4, was bedeutet, dass der Handschuh 500°C aushält.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/3″][vc_column_text]3. Zahl – Schutz vor Konvektionswärme (= allmählich durchdringende Wärme)
Der Schutz beinhaltet, wie lange der Handschuh das Eindringen von Wärme von offenem Feuer verzögern kann, bis die Temperatur auf der Innenseite um 24°C steigt. Die höchste Leistungsstufe ist 4.

4. Zahl – Schutz vor Strahlungswärme
Der Handschuh wird Wärmestrahlung ausgesetzt. Man misst die Zeit die vergeht, bis eine gewisse Wärmemenge eingedrungen ist. Die höchste Leistungsstufe ist 4 was bedeutet, dass der Handschuh mindestens 150 Sekunden lang schützt.

5. Zahl- Schutz vor Tropfen von geschmolzenem Metall
Hier misst man wie viele Tropfen geschmolzenen Metalls erforderlich sind, um die Temperatur zwischen Handschuhmaterial und Haut um 40°C zu erhöhen. Höchste Leistungsstufe ist 4, was für 35 Tropfen oder mehr steht.

6. Zahl – Schutz vor geschmolzenem Metall
Die Prüfung zeigt, wieviel Gramm geschmolzenen Eisens erforderlich ist um eine künstliche Haut aus PVC zu beschädigen, die auf der Innenseite des Handschuhmaterials befestigt wurde. Die höchste Leistungsstufe ist 4, was gleichbedeutend ist mit 200 Gramm flüssigen Metalls.

Leistungsstufen:
1, 2, 3 und 4
(1 ist die niedrigste Leistungsstufe)


Schweißbereiche DIN EN 12477

Das Ausmaß und die Art der Gefährdung von Schweißern ist abhängig vom Schweißverfahren, welches die Anforderungen an Schutzhandschuhe definiert. Die verschiedenen manuellen Schweißprozesse sind umfassend in der ISO 857- 1: 2002 „Welding and allied processes — Vocabulary — Part 1: Metal welding processes“ beschrieben.

Schweißer-Schutzhandschuhe sollen die Hände und Handgelenke während des Schweißvorgangs vor folgenden Gefährdungen schützen:

  • kleine Spritzer geschmolzenen Metalls
  • kurzer Kontakt mit beschränkter Flammeneinwirkung
  • konvektive Wärme / Kontaktwärme
  • UV-Strahlen vom Lichtbogen
  • mechanische Belastungen

Je nach Anforderungen werden Schutzhandschuhe für Schweißer in zwei Ausführungen unterteilt:

  • Ausführung A: geringe Fingerfertigkeit (mit hohen anderen Anforderungen)
  • Ausführung B: hohe Fingerfertigkeit (mit geringen anderen Anforderungen)

Schweißer-Schutzhandschuhe werden nach DIN EN 12477 geprüft.


Größen

Die allgemeinen Anforderungen der Schweißer-Schutzhandschuhe entsprechen der EN 420 mit Ausnahme der Größen. Diese müssen den allgemeinen Anforderungen der EN 420:2003 entsprechen. Eine Ausnahme bilden die Längen, welche je nach Handschuhgröße wie folgt sein sollten:

Nach jeder thermischen Prüfung ist sicher zu stellen, dass kein Futtermaterial geschmolzen ist.

Während der Prüfung auf Beständigkeit gegen kleine Spritzer geschmolzenen Metalls darf sich das Handschuhmaterial nicht entzünden wenn Tropfen an ihm haften.

Schutzhandschuhe für Lichtbogenschweißen müssen gesondert geprüft werden!


Kennzeichung von Schweißerhandschuhen

Auf jedem Handschuh ist anzugeben:

  • Piktogramm für Hitze und/oder Feuer inkl. Leistungslevel (EN 407)
  • Piktogramm für mechanische Gefährdung inkl. Leistungslevel (EN 388)

Auf der kleinsten Verpackungseinheit oder direkt am Schutzhandschuh muss angegeben werden:

  • die Nummer dieser Norm (EN 12477)
  • die Buchstaben A oder B entsprechend der Ausführung
  • Piktogramm für Hitze und/oder Feuer inkl. Leistungslevel (EN 407)
  • Handschuhe der Ausführung B werden empfohlen, wenn eine hohe Fingerfertigkeit erforderlich ist z.B. beim MIG-Schweißen
  • Für die übrigen Schweißverfahren werden Handschuhe der Ausführung A empfohlen.

Ein spezielles Piktogramm für Schweißer-Schutzhandschuhe gibt es derzeit nicht!

CPN – Technologie

höchster Schnittschutz, Stich- & Nadelstichresistenz

Die ultimative Lösung gegen Schnitt-, Stich- und Nadelstichverletzungen

Handverletzungen stellen mehr als ein Drittel aller dokumentierten Arbeitsunfälle dar und können zu einer lebenslangen Behinderung führen. Für fast alle dieser Verletzungen könnte das Risiko auf ein Minimum reduziert werden, wenn die geeignete „Persönliche Schutzausrüstung“ eingesetzt wird.

Die Technologie hinter CPN – die Spinne im metallischen Netz

Wie ein Spinnennetz aus Metall, so könnte die CPN-Technologie beschrieben werden.

Durch ihrer Multifunktionalität revolutionieren die Schutzhandschuhe mit ihren CPN-Schutzzonen die Branche: CPN Schutzhandschuhe gewährleisten zuverlässigen, anschmiegsamen Schutz und hohen Tragekomfort.

Die einzigartige CPN-Technologie besteht aus einem Stahlgewirk, das durch den mehrlagigen Aufbau ein extrem dünnes Metallnetz bildet. Durch das Verbringen der Netzlagen in unterschiedliche Winkel wird eine besonders hohe Schutzwirkung gewährleistet. Der dichte CPN-Netzverbund aus mindestens vier Lagen gewährleistet optimale Resistenz vor Durchstich- und Schnittgefahren.

Weiter vereint die CPN-Technologie moderne Ingenieurskunst mit dem Spezialwissen der Sicherheitsbranche und schafft auf diese Weise multisichere Produkte, die situationsunabhängigen Schutz gewährleisten.

CPN Schutzhandschuhe decken mehrere Schutzbereiche ab, im Gegensatz zu herkömmlichen Schutzhandschuhen, bei denen dem Kunden im Normalfall nur ein Produkt für einen bestimmten Gefahrenbereich zur Verfügung steht.

Sie können aus einer Produktrange von 9 Modellen wählen. Diese bieten sowohl vor klassischen Schnittverletzungen (z.B. scharfkantige Gegenstände aus Metall, Holz, Kunststoff oder Glas) aber auch vor Stichverletzungen, wie z.B. durch spitze Gegenstände wie Injektionsspritzen oder Dornen, Schutz.

Die CPN-Technologie lässt sich mit einer kugelsicheren Weste vergleichen. Das Geschoss verfängt sich in den Metallfäden des beschusshemmenden Gewebes, um den Träger vor Verletzungen zu schützen.

„Der Beste Weg um die Funktion noch besser zu verstehen, ist einen der Schutzhandschuhe zu zerschneiden und das Gewirk zu betrachten.“

Die Guide® CPN Schutzhandschuhe wurden nach folgenden Normen getestet:

EN 388:2016höchster Schnittschutz Level F
EN ISO 13997:TDMmit Angabe des Prüfdrucks in Newton
M 18 2002resistent gegen Punktion
ASTM 1342-05mit Nadeln der 25er Gauge, Stichschutz anstatt Punktion
ASTM F2878Nadelstichfest

EN 511 – Schutzhandschuhe gegen Kälte

Konvektive Kälte

wird getestet durch Messung der benötigten Leistung, um an einem aufgeheizten Handmodell eine konstante Temperatur aufrecht zu erhalten. Getestet wird unter gleichmäßigen Bedingungen in der Atmosphäre eines klimatisierten Raumes. Das Handschuhmodell wird in der Regel zwischen 30°C und 35°C aufgeheizt. Die resultierende Wärmedämmung (ITR) wird ermittelt unter Verwendung der Temperatur des Handmodells, der klimatischen Raumtemperatur und dem Stromverbrauch des erwärmten Handmodells, um die konstante Temperatur aufrecht zu erhalten.

Kontaktkälte

wird gemäß ISO 5085-1:1989 getestet. Der thermische Widerstand (R) wird ermittelt, in dem ein Handschuhmuster in einem Gehäuse mit Ventilator auf eine erhitzte Platte gelegt wird. Eine weitere abgekühlte Metallplatte wird auf dem Handschuhmuster platziert. Der Ventilator bläst Luft hinter die Konstruktion, was einen kühlenden Effekt an der kalten Platte zur Folge hat. Der Temperaturgradient jeder Seite des Handschuhmodells wird mit dem Temperaturgradienten eines Referenzmodells gemessen und verglichen, was weder erhitzt, noch gekühlt wird. Die thermische Isolierung wird errechnet, aus dem bekannten thermischen Widerstand des Referenzmodells und den gemessenen Temperaturgradienten.

Wasserundurchlässigkeit

wird gemäß EN ISO 15383 getestet. Innerhalb der ersten 30 Minuten nach Testbeginn darf kein Wasser eindringen, was ein wesentlicher Grund für ein Scheitern wäre.

Die Norm hat Gültigkeit für einen Schutz der Hand gegen Konvektions- und Kontaktkälte bis –50°C.

Definition des Piktogramms mit 3 Zahlen:

1. Zahl = Konvektionskälte:thermische Isolationseigenschaft, die durch eine Konvektionsübertragung von Kälte gemessen wird
– Leistungsstufe 0 – 4
2. Zahl = Kontaktkälte:thermische Festigkeit in direktem Kontakt mit einem kalten Gegenstand
– Leistungsstufe 0 – 4
3. Zahl = von Wasser in 30 Minuten: 0 = Wasserpenetration nach 30 Belastungsminuten /
1 = keine Wasserpenetration


mechanische Gefahren EN 388:2016
Rating
a) Abriebfestigkeit0 – 4
b) Schnittresistenz /EN ISO 13997A – F
c) Reißresistenz0 – 4
d) Durchstichresistenz
(detailierte Ausführung Seite 12-13)
0 – 4
e) StoßeinwirkungP / –

Chemische Gefahren, Viren und
Mikroorganismen EN 374-1 und 374-5
Rating
EH 374-1 Chemische GefahrenTyp A
Typ B
Typ C
EN 374-5 Mikroorganismen und Viren
Thermische Gefahren (Hitze und
oder Feuer) EN 407
Rating
a) Brennverhalten0 – 4
b) Kontakthitze0 – 4
c) Konvektionshitze0 – 4
d) Strahlungshitze0 – 4
e) kleine Spritzer geschmolzenen Metalls0 – 4
f) große Spritzer geschmolzenen Metalls0 – 4

Kälteschutz EN 511
Rating
a) Resistenz gegen Konvektionskälte0 – 4
b) Resistenz gegen Kontaktkälte0 – 4
c) Wasserdurchlässigkeit0 – 1

Nadelstichresistenz (Prüfnorm ASTM F2878)

Um Resistenz gegen den Durchstich eines Nadelstichs festzustellen, kann eine Kanüle der Stärke 25 G (Gauge) verwendet werden.


Gauge (engl. Nadel)

Gibt die Anzahl der Wirk-/Stricknadeln pro Inch auf einer Wirk-/Strickmaschine an:

Viele kleine Nadeln = hohe Zahl = dünnes Garn = dünne Handschuhe.

Standardmässige Arbeitshandschuhe haben eine 15er Gauge, dickere Arbeitshandschuhe eine 10er oder 13er Gauge. In jüngster Zeit werden immer mehr feine Handschuhe angeboten, diese haben eine 18er Gauge.


Kontakt mit Lebensmitteln

Artikel bzw. Materialien die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, dürfen diese nicht mit gefährlichen Stoffen verunreinigen. Die Verordnung 1935/2004/EG regelt die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und Identifizierung in der gesamten Produktionskette. Diese Produkte müssen mit dem Glas/Gabel-Symbol gekennzeichnet sein.

Die Handschuhe werden gemäß der Verordnung (EG) 20023/2006 der Kommission über die gute Herstellungspraxis (GMP) hergestellt, die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des Herstellers für Gegenstände vorsieht, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen sollen.

Schutzhandschuhe mit Glas/Gabel-Symbol erfüllen die oben genannten Anforderungen und können in Kontakt mit Lebensmitteln verwendet werden. Für welche Art von Lebensmitteln sie geeignet sind wird in der Gebrauchsanweisung angegeben, welche den Handschuhen beiliegt.


REACH

REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe. Sie ist seit 2007 in Kraft und soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt sicherstellen. Sie soll gleichzeitig den freien Verkehr von Chemikalien auf dem Binnenmarkt gewährleisten
und Wettbewerbsfähigkeit und Innovation fördern. REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen: Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden.

Das Kürzel „REACH“ leitet sich aus dem englischen Titel der Verordnung ab:

Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of CHemicals.

Die REACH-Verordnung gilt als eines der strengsten Chemikaliengesetze der Welt

geringe & mechanische Risiken

EN 420:2003 und A1 2009
minimale Risiken
Informationsbroschüre
beachten, allgemeine
Anforderungen und
Prüfverfahren

EN ISO 388:2016 
Schutzhandschuhe gegen
mechanische Risiken mit
Schnitttestverfahren
EN ISO 13997-TDM


chemische Risiken

EN ISO 374-1:2016 
EN ISO 374-1/Typ A
UVWXYZ
Schutz gegen Penetration
– vollwertig, mind. 6 Chemikalien –

EN ISO 374-1:2016 
EN ISO 374-1/Typ B
XYZ
Schutz gegen Penetration
– vollwertig, mind. 3 Chemikalien –

EN ISO 374-1:2016 
EN ISO 374-1/Typ C
Schutz gegen Penetration
– vollwertig, mind. 1 Chemikalie –

EN ISO 374-5:2016 
EN ISO 374-5
Schutz gegen Penetration
– Mikroorganismen –

EN ISO 374-5:2016 
EN ISO 374-5/Viren
Schutz gegen Penetration
Prüfung nach ISO 16604:2004
– Mikroorganismen und Viren –


thermische Risiken

EN 407:2004 
Schutz gegen
thermische Risiken
– Hitze und/oder Feuer –

EN 12477:2002 + A1:2005 
Schutzhandschuhe für Schweißer
Typ A: große Fingerfertigkeit
Typ B: für alle anderen Schweißverfahren

EN 511:2006 
Schutz gegen
thermische Risiken
– Kälte –


sonstige Risiken

Verordnung 1935/2004/EG
Kontakt mit Lebensmittel

EN 455-1:2002
medizinische
Einweghandschuhe gem.
Richtlinie 93/42 EWG

EN 421 
Schutz gegen ionisierende
Strahlung und radioaktive
Kontamination
Der Handschuh muss einen Bleianteil enthalten und mit der adäquaten Bleimenge gekennzeichnet sein.

EN IEC 61340-5-1:2007
ESD – Electro-Static-Discharge
Kontrollprogramm gegen
elektrostatische Entladung

EN 1149:5
Schutz vor statischer
Elektrizität

EN 60903:2013 
Schutz vor elektrischen Risiken,
isolierende Schutzhandschuhe
für Arbeiten unter elektrischer Spannung

EN 16350:2014
Schutzhandchuhe – 
elektrostatische Eigenschaften
Sollwert für den Durchgangswiderstand von ableitfähigen Handschuhen: RV < 1,0 x 108 Ohm.

EN 10819:2013
Schutz gegen Vibration

EN 1082-1:1997
Schutzhandschuhe und
Armschutz gegen Schnitt- und
Stichverletzungen durch
Handmesser

EN 381-7:1999
Schutzhandschuhe für
Benutzer handgeführter
Kettensägen

PSA-Richtline wird PSA-Verordnung

Die PSA-Verordnung (EU) 2015/425 ist am 21. April 2016 in Kraft getreten. Innerhalb von 2 Jahren sollen die Veränderungen umgesetzt sein und die PSA-Verordnung greift endgültig. In dem Übergangszeitraum gilt weiterhin die PSA-Richtlinie. Beachten Sie auch die Überarbeitung der Verordnung (EU) 2016/425 des europäischen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über persönliche Schutzausrüstung.

PSA-Verordnung

Anforderungen an den Verkauf von Schutzhandschuhen
(gemäß der Grundanforderungen des Standards EN 420)

  • Jedes Paar muss folgendes erfüllen:
  • CE-Kennzeichnung, Mindest-Schrifthöhe 5 mm
  • Name des Herstellers oder Markenname, z.B. GUIDE
  • Modell-ID (z.B. Modellname, Artikelnummer)
  • Größenangabe
  • Piktogramm einschließlich Schutzstufe (EN 388, EN 511, EN 407, EN 374 u.a.) bei einem Handschuh der Kategoie II oder III
  • NEU! Jeder kleinsten Verkaufseinheit muss eine Gebrauchsanweisung auf Deutsch beiliegen die folgende Informationen enthält:
    • Name und Adresse des Herstellers
    • Modell-ID
    • Information über verfügbare Größen
    • Aufbewahrung, Anwendung, Reinigung u.a.
    • Die Piktogramme einschl. Schutzstufe für die der Handschuh geprüft ist und die auf dem Handschuh angegeben sind
    • Erklärung zu den EN-Standards nach denen der Handschuh geprüft ist
    • Name, Adresse und ID-Nummer der benannten Stelle die das Zertifikat ausgestellt hat (Kategorie II oder III)
    • Internetadresse unter der die EU-Konformitätserklärung zu finden ist

Für Kategorie I besteht keine Piktogramm-Vorgabe. Dokumente müssen nicht von einer unabhängigen, benannten Zertifizierungsstelle geprüft und genehmigt werden. Sämtliche Schutzhandschuhe müssen EN 420 erfüllen, das gilt auch für die Kategorie I.

Um persönliche Schutzausrüstung der Kategorie II und III verkaufen zu dürfen, muss der Hersteller das Produkt zertifizieren lassen. Um das Zertifikat zu erhalten, muss das Produkt die gestellten Sicherheitsanforderungen erfüllen und mit der korrekten Kennzeichnung und den korrekten Informationen versehen sein. Die oben genannten Dokumente müssen zusammen mit einem Baumuster und einem Antrag bei einer benannten Prüfstelle eingereicht werden.

Für vollständige Informationen über die Pflichten des Vertriebsunternehmens sowie den Umfang der Produktkennzeichnung und beiliegende Informationen verweisen wir auf Artikel 11 der PSA-Verordnung sowie auf Punkt 1.4 in Anhang II.

Alle Konformitätserklärungen und die Gebrauchsanweisungen finden Sie im Internet unter: www.guidegloves.com.

EN ISO 388:2016 / EN ISO 13997 TDM Schnittverfahren

Die EN388:2003 war die geltende Norm für Schutzhandschuhe in Europa. Mitte 2016 wurde diese Norm überarbeitet um vor allem ein realistischeres Bild des jeweiligen Schnittschutzes bereit zu stellen. Diese Überarbeitung der EN 388 bringt folgende Veränderungen mit sich:

Schnittschutz EN 388:2016 – :

Enthalten die Handschuhe ein Material das beim Schnitttest zum Abstumpfen der Klinge führt (Hochleistungs-Schnittschutzmaterialien wie z.B. Glas- und Stahlfasern), muss die EN 388 durch die ISO 13997-TDM 100 ergänzt werden. Dies wird in den Prüfverfahren der EN 388 festgelegt und hängt von der Anzahl der Zyklen ab, die das Material braucht, bis die Klinge stumpf wird. Ist der Schnittschutz so hoch, dass die ISO 13997 anzuwenden ist, wird diese Methode für den Schnittschutz der Handschuhe ausschlaggebend. Dazu bewegt sich eine lange, gerade Klinge einmalig über den Prüfling. Dabei wird die minimale Kraft zum Durchschnitt des Prüflings nach 20 mm bestimmt. Das Prüfergebnis wird in Newton angegeben. Die Leistungsstufe wird mithilfe eines Buchstabens und eines Piktogramms für die EN 388 dargestellt. Zum Beispiel 3X43C (der Buchstabe gibt die Schnittschutzklasse gemäß ISO 13997 an). Die Schnittfestigkeit nach Coupe-Test kann mit 0-5 angegeben werden oder mit X (= nicht getestet). Der Test kann auch bei Handschuhen durchgeführt werden deren Klingen nicht abstumpfen.

Abrieb/Verschleiß:

Die Neuregelung der EN 388 wirkt sich zudem auf den Abrieb/Verschleiß der Handschuhe (1. Zahl im Piktogramm) aus. Die Änderung betrifft nur Handschuhe mit mehrschichtig konstruierter Handfläche. Die Klassifizierung basiert auf der Anzahl der Zyklen des stärksten Materials, d.h. nicht unbedingt des Außenmaterials. Jetzt werden alle Materialien addiert. Der Abriebtest wurde verbessert durch die Verwendung eines anderen Schleifpapieres.

Stoßeinwirkungen EN 13594:2015, 5 Joule Prüfenergie:

Handschuhe mit bestandener Schlagschutzprüfung sind mit dem Buchstaben P gekennzeichnet.

Die Inverkehrbringer dürfen nur Schutzhandschuhe mit neuer Zertifizierung liefern, mit Ausnahme bestehender Lagerware.

Bei der Auswahl von Schutzhandschuhen können Sie auf folgende Weise vorgehen:

  • Beurteilen Sie alle Gefahren welchen Sie und/oder Ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz ausgesetzt sind! Z.B. Schürf- und/oder Schnittverletzung, Stichverletzung, Kälte, Hitze, Säuren, Laugen, Lösemittel.
  • Berücksichtigen Sie die persönlichen Arbeitsbedingungen! Welche Eigenschaften der Schutzhandschuhe oder des Armschutzes sind wichtig bzw. was sind die primären
    Anforderungen! Tastgefühl, Grifffestigkeit, Fingerfertigkeit, Überkopfarbeit, Ausmaß der Nassarbeit o.a..
  • Berücksichtigen Sie die Einsatzbedingungen! Tragedauer, Schwitzen, Umgebungstemperatur.
  • Welche Ansprüche an den Komfort stellen Sie? Was sind die persönlichen Voraussetzungen Ihrer Mitarbeiter? Passgenauigkeit, Taktilität, Größe, Überempfindlichkeiten,
    keine störenden Nähte.
  • Beachten Sie die neuen PSA-Verordnung (siehe Seite 12).
  • Bestehende Allergien? Vermeiden Sie allergieauslösende Substanzen, beachten Sie die REACH-Verordnung, Inhaltstoffe deklarieren und ggf. ausschließen.
  • Nehmen Sie bei Bedarf mit unseren Mitarbeitern Kontakt auf! Geben Sie die Anforderungen bekannt und verlangen Sie die Verwenderinformation.
  • Lassen Sie sich mehrere auf die Arbeits- und Einsatzbedingungen abgestimmten Produktmuster schicken! Achten Sie darauf, daß jedem Musterpaar eine Gebrauchsanweisung
    beigefügt wurde.
  • Wählen Sie die Handschuhe aus die sich am Besten eignen! Berücksichtigen Sie dabei die Eignung und die Akzeptanz (Tragekomfort, Geruch, Farbe) des Handschuhs. Fragen Sie uns nach der Entwicklung eines individuellen Handschuhplanes für Ihren Bertrieb.
  • Testen Sie die Muster unter Betriebsbedingungen!
  • Unterweisen Sie die Mitarbeiter im richtigen Umgang mit den Handschuhen!
  • Achten Sie darauf nur mit sauberen und trockenen Händen in die Schutzhandschuhe zu schlüpfen. Im Umgang mit Chemikalien dürfen kontaminierte Handschuhe nicht mit ungeschützten Händen ausgezogen werden.
  • Kleine Verletzungen oder Abschürfungen versorgen, erst dann die Handschuhe verwenden.
  • Schutzcreme benützen, bei starker Schweißbildung schweißhemmende Creme verwenden, jeweils unter Beachtung der eventuellen Wechselwirkung mit den Schutzhandschuhen. Fragen Sie im Zweifelsfall den Hersteller oder unsere Mitarbeiter.
  • Wenn notwendig, Unterziehhandschuhe verwenden (z. B. bei starker Feuchtigkeitsbildung in Chemikalienschutz-Handschuhen).
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